Reforma walutowa w Niemczech 1948 r. Ab ovo — niemiecki triumf „gospodarczy cud” czy przemyślany plan aliantów?

  1. Justyna Bokajło

Abstract

Die deutsche Währungsreform von 1948. Ab ovo — deutscher Triumph, „Wirtschaftswunder” oder ein überdachter Plan der Allierten?

Für den Vater des deutschen „Wirtschaftswunders”, zu dem in erster Linie die Währungsreform vom 20. Juni 1948 führte, wird allgemein Ludwig Erhard (Wirtschaftswundermann), Wirtschaftsminister in der Regierung Konrad Adenauers gehalten. Erhard, um Deutschland schnell aus der wirtschaftlichen Tiefe heraus zu führen, sollte im Geheimen vor den Alliierten Reformen bearbeiten, die eines Marktcharakters waren. Sie stellten den Anfang der neuen wirtschaftlich-sozialen Ordnung in Westdeutschland dar, die auf dem Konzept der Sozialen Marktwirtschaft basierte. In letzter Zeit wird diese „historische Wahrheit“ durch die deutschen Wissenschaftler jedoch immer öfter in Frage gestellt.
In der Wirklichkeit war der deutsche Einfluss auf die endgültige Gestalt der Währungsreform sehr klein und die Verantwortung für ihre Vorbereitung haben bereits 1945 die Alliierten übernommen, vor allem die Amerikaner. In dem Wiederaufbau eines wirtschaftlich starken westdeutschen Staates, der imstande sein wird militärische Anstrengung aufzunehmen, sahen sie die Bedingung für den wirksamen Schutz des Westens vor der Expansion des Kommunismus. Schon im nächsten Jahr haben die amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler den Plan der Liquidation der Kriegsfinanzen und des finanziellen Wiederaufbaus Deutschlands (A Plan for the Liquidation of War Finance and the Financial Rehabilitation of Germany) vorbereitet, der auch CDG-Plan genannt war, nach den ersten Buchstaben der Namen seiner Gründer.
Die Mitglieder der durch den Wirtschaftsrat der Bizone ins Leben gerufenen Sonderstelle Geld und Kredit, mit Ludwig Erhard als ihrem Vorsitzenden wiederum, haben den sog. Homburger Plan vorbereitet. Dieser wich von dem amerikanischen Plan der Währungsreform grundsätzlich ab. Die Amerikaner haben die sachlichen Vorschläge der deutschen Fachleute verworfen, da sie keine Alternative für den sog. CDG-Plan darstellten, sie unterschieden sich auch von den Ideen und Richtlinien Edward A. Tenenbaums, der im Schatten des „Vaters der Währungsreform“ stand. Akzeptiert wurden dagegen die durch die Sonderstelle Geld und Kredit vorgestellten Ausführungsvorschläge: die notwendigen gesetzlichen Vorschriften und Informationsblätter zur Einführung der neuen Währung. Für die Verwirklichung der ökonomischen Ordnung in dem Nachkriegsdeutschland, die dann das erwähnte „Wirtschaftswunder“ ermöglichte, haben wesentlich die Wissenschaftler aus der sog. Arbeitsgemeinschaft Erwin von Beckarath beigetragen. Die Pläne der Gruppe konzentrierten sich überwiegend darauf, die Grundsätze des Konzeptes der Sozialen Marktwirtschaft zu bearbeiten. Angebracht ist auch die Feststellung, dass die wirtschaftliche Reform in Westdeutschland, abgesehen von der kompetenten Vorbereitung und den langfristigen Plänen, keinen Erfolg feiern könnte, wenn es das letztendlich günstige Potenzial deutscher Arbeitskraft sowie des materiellen und des Produktionskapitals nicht gäbe, das trotz der Kriegsverluste und der Demontage über den Stand von 1936 hinausreichte.

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Niemcoznawstwo

19, 2011

Pages from 25 to 44

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