Doświadczenie ucieczki i wypędzenia w świetle wspomnień niemieckich kobiet

  1. Joanna Trajman

Abstract

DIE ERFAHRUNG DER FLUCHT UND DER VERTREIBUNG IN DEN ERINNERUNGEN DEUTSCHER FRAUEN

Dieser Beitrag ist ein Versuch, die weibliche Erfahrung der Flucht und der Vertreibung zu be­schreiben, die anhand der Erinnerungen der deutschen Frauen analysiert wurde, die aus Schlesien, Ostpreußen und Pommern stammten und ihre Heimat verlassen mussten. Die Zwangsumsiedlungen waren Folge der nahenden Front und der Kriegshandlungen der Roten Armee, der „wilden Vertrei­bungen“, die durch die polnische Regierung vor den Entscheidungen der Potsdamer Konferenz ver­anlasst wurden und der organisierten Aussiedlungen, die durch die Große Drei vorgesehen waren.
Dieses Thema wurde gewählt um die Erfahrungen der Frauen, die die Hauptopfer der Mas­senverschiebungen der deutschen Bevölkerung zum Ende des Zweiten Weltkrieges waren, zu schil­dern, da ihre Erinnerungen zu dieser Zeit aus diversen Gründen fehlten. Einerseits war das durch Zeitmangel bedingt — sie hatten die Verantwortung für die Familie zu übernehmen und das neue Leben in der neuen Umgebung aufzubauen, andererseits hinderte sie das Trauma, auf die tragischen Ereignisse zurückzukommen. Es geht hier vor allem um die Massenvergewaltigungen seitens der sowjetischen Soldaten.
Die analysierten Erinnerungen zeigen diversen Charakter. Es sind sowohl Tagebücher, Noti­zen, die mit einer zeitlichen Distanz zu den beschriebenen Ereignissen entstanden sind, als auch Be­richte der Betroffenen oder ihrer Nächsten, die beschlossen haben, die Familiengeschichten weiter zu geben. Die Autorinnen, Vertreterinnen verschiedener sozialer Schichten, treten entweder unter eigenem Namen auf oder wollen anonym bleiben. Obwohl sich ihre Erfahrungen voneinander unter­scheiden, haben sie doch gemeinsame Bestandteile, diese ermöglichten der Autorin, eine spezifische Chronologie ihres Leidens zu zeichnen. Den Ausgangspunkt stellt die Beschreibung des Alltags bis zu dem Einschnitt dar. Abhängig von dem Wohnort fiel dieser meistens auf die letzten Monate des Jahres 1944 oder den Anfang von 1945. Er war durch die nahende Front und die Notwendigkeit der Flucht bestimmt. Die Entscheidung, die zivile Bevölkerung zu evakuieren, wurde zu spät getroffen, deshalb nahm die Flucht katastrophalen Ausmaß an. Zu ihrem Symbol wurden die Flüchtlingstrecks, die ihr ganzes Vermögen trugen. Das Ende des Krieges führte dazu, dass mehrere der Flüchtlinge sich entschieden haben, nach Hause zurückzukehren. Das Bild, das sie dort erwartete, reichte jedoch weit über ihre Vorstellungskraft hinaus. Trotz sämtlicher Hindernisse (enorme Verwüstungen, kein Essen, kein Strom, kein Wasser, sich ausbreitende Krankheiten) versuchten die Frauen, ein norma­les Leben wieder aufzubauen. Sie waren sich jedoch dessen nicht bewusst, dass die Gebiete, wo sie wohnten, in die Grenzen des polnischen Staates fallen werden. Allmählich kamen dorthin die Polen, die die Macht übernahmen und eigene Ordnung einführten. Die deutsche Bevölkerung fiel den „wilden Vertreibungen“ zu Opfer oder hatte Zwangsarbeit zu katastrophalen Bedingungen zu leisten. Raubüberfälle und brutales Verhalten waren an der Tagesordnung, offensichtlich war das als Rache für die Kriegspolitik des Besatzers ausgelegt, in einigen Erinnerungen kommen Versuche vor, solches Handeln der Polen zu verstehen und zu erklären. Kraft des Potsdamer Abkommens wurden organisierte Aussiedlungen durchgeführt, die Bevölkerung wurde nach Deutschland, in die vier Be­satzungszonen vertrieben. Der neue Anfang dort brachte dem Leiden jedoch kein Ende, Grund dafür waren die Verhältnisse, in denen sich die Ankömmlinge zurechtzufinden hatten. Problematisch war nicht nur kein eigenes Zuhause, Unterernährung und die sich ausbreitenden Krankheiten aber auch der kühle Empfang durch die Mitbürger.
Die Erlebnisse der Frauen in den letzten Kriegsmonaten und den ersten Friedensjahren führten dazu, dass es berechtigt ist, von der Entstehung einer neuen Frauengeneration zu sprechen. Das ist mit einer Umdefinierung der sozialen Rollen verbunden, die durch die beiden Geschlechter gespielt werden. In der Situation, als es keine Männer gab, die entweder an der Front kämpften, gefallen oder in Kriegsgefangenenlagern waren, hatten die Frauen die Verantwortung für die Familie und die bisher durch die Männer ausgeübten Aufgaben zu übernehmen. Zwar war es die Politik der Männer, die zum Krieg und infolge dessen zum Verlust der Heimat führte, aber schließlich waren es die Frau­en, die seine Folgen tragen mussten. Angesichts des Untergangs der bisherigen Welt erwiesen sich die Männer als machtlos und die Vertreterinnen des weiblichen Geschlechtes hatten ums Überleben zu kämpfen. Möglich war das vor allem aufgrund der Frauensolidarität und der Entstehung einer gewissen Gemeinschaft der Leidensgefährtinnen.

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Niemcoznawstwo

25, 2017

Strony od 29 do 58

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